Zum erneuten Atomwaffentest Nordkoreas erklärt Uta Zapf, stellvertretende außenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Unterausschusses für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung:
Der erneute Nukleartest Nordkoreas ist ein schwerer Schlag für das Nichtverbreitungsregime. Die Versuche der fünf Staaten (Vereinigte Staaten, Russland, China, Japan und Südkorea) in mühsamen Verhandlungen Nordkorea wieder in den Atomwaffensperrvertrag zurückzuführen und es von seinem Atomwaffenprogramm abzubringen, sind damit auf Null zurückgeworfen worden. Ich appelliere an die Verantwortlichen in Nordkorea, den Weg, der durch den Rauswurf der IAEA-Inspektoren und den Wiederaufbau der Plutoniumproduktion beschritten wurde, nicht weiterzugehen.
Die Ablehnung Nordkoreas, den angebotenen Dialog mit den USA zu führen, die Raketentests und jetzt der Atomwaffentest führen zu einer gefährlichen Situation in dieser Weltregion. Nordkorea hat unverständlicher Weise diese Krise durch den neuen Test provoziert.
Dieser Test ist zutiefst zu verdammen. Statt die ausgestreckte Hand der internationalen Völkergemeinschaft zu ergreifen und das Land aus seiner Isolation und wirtschaftlichen Not herauszuführen, sucht Nordkorea die Konfrontation.
Es ist zu hoffen, dass alle Beteiligten einen kühlen Kopf bewahren, um eine Eskalation der Situation zu vermeiden.
Nordkorea muss seine unverantwortliche Konfrontationshaltung aufgeben, an den Verhandlungstisch zurückkehren und auf sein Nuklearprogramm verzichten.




