Neue Impulse für die nukleare Abrüstung

Veröffentlicht am 25. Oktober 2005

Zur Einbringung eines gemeinsamen Aufrufes zur nuklearen Abrüstung des Parlamentarischen Netzwerkes für nukleare Abrüstung (PNND) und der Bürgermeister für den Frieden in die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärt die stellvertretende außenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Uta Zapf:

Am 25. Oktober 2005 wird der Generalversammlung der Vereinten Nationen ein gemeinsamer Aufruf von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und von Parlamentarierinnen und Parlamentariern unterbreitet, in dem alternativen Wege zur nuklearen Abrüstung vorgeschlagen werden.


Der Aufruf soll gerade nach dem Scheitern der Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages und der Konferenz über den Vertrag über ein umfassendes Teststoppverbot Impulse für die nukleare Abrüstung geben.


Nukleare Nichtverbreitung und Abrüstung ist in eine tiefe Krise geraten. Keiner der Nuklearstaaten, die dem Atomwaffensperrvertrag angehören ist bereit, neue Schritte zur Erfüllung ihrer Abrüstungsverpflichtungen aus diesem Vertrag zu unternehmen. Die Genfer Abrüstungskonferenz ist seit Jahren ohne Arbeitsprogramm. Das Abkommen zum Stopp der Produktion von waffenfähigem Spaltmaterial wird nicht verhandelt, obwohl ein Entwurf vorliegt. Auch Gespräche über mögliche Schritte weiterer nuklearer Abrüstung finden nicht statt.


Besorgniserregend sind gegenläufige Tendenzen, wie sie in der US-Militärdoktrin geplant sind: Die Entwicklung neuer „einsatzfähiger“ Nuklearwaffen, die Modernisierung der Arsenale und die Debatte über präventive und präemptive Einsätze können zu einem neuen nuklearen Rüstungswettlauf führen.


Das Abkommen zwischen Indien mit den USA über nukleare Zusammenarbeit droht den Nichtverbreitungsvertrag zu unterminieren.


Die „Bürgermeister für den Frieden“ und das Parlamentariernetzwerk wollen mit dem gemeinsamen Aufruf die Generalversammlung der UN auffordern, über neuen (und alte) Wege nachzudenken, die Geißel der nuklearen Bedrohung der Menschheit endlich zu verbannen.


Dass es sich lohnt zu verhandeln, zeigen die schwierigen und mühsamen, aber dennoch hoffnungsvollen Prozesse um die nordkoreanischen Atomwaffen und die Verhandlungen um zwischen den drei EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien und dem Iran über das iranische Atomprogramm.


VIDEO

INTERAKTIV

  • 16.5.: Keine Angst! Die tut nix

    • BOTSCHAFT DES TAGES
      Seit eineinhalb Jahren schrumpft die Wirtschaft in Eurozone – so lange, wie nie zuvor seit der Euro-Einführung. Das belegen neue Zahlen der EU-Statistikbehörde. Gleichzeitig explodiert die Arbeitslosigkeit: 26,5 Millionen haben in Europa keinen Job, fast 5,7 sind unter 25 Jahren. In 13 der 27 EU-Staaten liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 25 Prozent, in manchen Ländern sogar über 60 Prozent!
      Und auch Deutschland wird immer mehr von der Krise erfasst. Im ersten Quartal gab es nur noch ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent. Der Export bricht ein und die Inlandsnachfrage bleibt zu schwach. Denn Merkel tut nix: keine Wachstumsimpulse, keine Arbeitsmarktprogramme, keine Bankenregulierung.
      Die Krise bekämpft sich nicht von selbst. Wir packen an.
      Zur Website SPD.de »

    Veranstaltung am 12.6.: Käte Hamburger Lecture mit Uta Zapf, Ramesh Thakur und Rolf Nikel

    Syrien-Appell: Freiheit braucht Beistand!

    • Syrien-Appell
      Uta Zapf unterzeichnet Aufruf zur Unterstützung des zivilen Widerstandes in Syrien
      Betroffenheit, Ohnmacht, Tragödie – das sind die Schlagworte der medialen Berichterstattung über Syrien. Eine politische Rettung ist nicht in Sicht. Was können wir tun, wenn wir nicht wegschauen und schweigen wollen?
      Weiterlesen und den Aufruf unterstützen »

    Info der Woche vom 03.05.2013: “Wir investieren für Deutschland”

    • Wert der Arbeit
      Es geht um den Wert der Arbeit
      Die Merkel-Regierung macht 100 Milliarden Euro neue Schulden. Sie verschleudert Geld für Hoteliers und für ein Betreuungsgeld, das Müttern und Vätern billig den Kita-Platz abkaufen soll. Gleichzeitig hinterlässt die Merkel-Regierung marode Straßen, hochverschuldete Gemeinden, ein unterfinanziertes Bildungssystem. Regieren geht anders. Deutschland braucht Zukunftsinvestitionen und eine solide Finanzierung.
      Weiterlesen »

    SPD-Regierungsprogramm 2013-2017