Die Europäische Union hat sich als eine Region des Friedens und der Stabilität bewährt, doch die bestehenden Verträge stoßen längst an ihre Grenzen, denn die Anforderungen an die Europäische Union haben zugenommen, heute sind 27 Staaten Vollmitglieder, weitere sollen folgen.
Der Vertrag von Lissabon ist die wichtigste Grundlage für die Weiterentwicklung der Europäischen Union: 1) Der Vertrag verbessert ihre demokratische Legitimation – nicht nur durch die Stärkung des Europäischen Parlaments, sondern auch durch die Beteiligung der nationalen Parlamente. 2) Die Entscheidungsstrukturen der EU „passen“ nicht mehr zu ihrer Größe und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Die Stimmengewichtung der Mitgliedsländer, die Gestaltung der Subventionspolitik und der Aufbau einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bedürfen einer verbesserten vertraglichen Grundlage.
Am Ende profitieren wir alle – die Europäische Union ebenso wie die Mitgliedstaaten und deren Bürgerinnen und Bürger.
Die SPD Bundestagsfraktion will das deutsche Begleitgesetz noch vor dem irischen Referendum am 2. Oktober entsprechend dem „Lissabon-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichts ändern, damit der Vertrag von Lissabon in Kraft treten kann.