Europa


Europa – mehr als eine Währungsunion (Juli 2012)

Die Maßnahmen zur Eurorettung und die Diskussionen hierüber erwecken den Eindruck, als sei Europa nicht mehr als der Euro. Es zeigt sich, dass wir zu lange gewartet haben, das Verbindende/die gemeinsame Idee herauszustellen. Oder vielleicht war das auch (zu) selbstverständlich? Wie so oft in der Geschichte, müssen wir nun in der Krise Europa so gestalten, dass die europäische Idee ebenso wie regionale Selbstständigkeiten gewahrt bleiben und Europa mehr werden kann als nur ein gemeinsamer Wirtschaftsraum.

Wir brauchen Europa, um die Globalisierung zu gestalten. Kein Nationalstaat – auch Deutschland nicht – ist stark genug, demokratischen, sozialen und ökologischen Ansprüchen in einer globalisierten Welt alleine Geltung zu verschaffen. Deshalb ist für mich klar, dass es ein Mehr und nicht ein Weniger an Europa geben muss. Wichtig ist hierbei eine Aufwertung der Parlamente, besonders des Europäischen Parlaments.

Die Euro-Rettungsmaßnahmen finden bislang meine Unterstützung. Ich bin allerdings der Meinung, dass sie unzureichend sind, um die Krise effektiv zu bekämpfen. Aber was folgt daraus – dass wir die Menschen in den europäischen Nachbarländern alleine lassen? Für mich ist die Antwort klar: Nein!

Meine Zustimmung ist nicht bedingungslos. Es ist eher ein „Ja – obwohl“. In der Abwägung unter Berücksichtigung aller vorhersehbaren Risiken und Erwartungen, halte ich die bislang zur Stützung des Euro ergriffenen Maßnahmen für nötig – ohne sie stünden wir schlecht da. Dennoch muss die Bundesregierung sich jetzt endlich dafür einsetzen, dass die Ursachen der Krise bekämpft werden und dass diejenigen, die sie mit verursacht haben, auch für die entstanden Kosten mit einstehen müssen.

Deswegen ist die Einführung einer Transaktionssteuer so wichtig. Für wichtig halte ich es außerdem, Invest- und Kundenbanken sowie deren Geschäfte voneinander zu trennen. Der Verkauf fauler Kredite als Spekulationsanlage muss künftig ebenso unzulässig sein wie bestimmte Spekulationsgeschäfte, z.B. die mit Nahrungsmitteln oder Land. Das Papier von Sigmar Gabriel ist ein wichtiger Hinweis, was getan werden muss.

Insgesamt ein hoch komplexes Thema, das viele Facetten beinhaltet. Die anliegenden Papiere haben mich überzeugt, den bisherigen Maßnahmen zuzustimmen. Wer sich für das Thema interessiert, dem möchte ich die Lektüre empfehlen.


Weiterführende Informationen:

- Europäische Bankenunion – Steuerzahler schützen, Finanzmärkte bändigen, Dezember 2012

- Sigmar Gabriel, „Thesenpapier zu Banken und Finanzsektor“, 21.7.2012

- Axel Schäfer, Lothar Mentel, FES, „Währungsunion in der Krise“, Juli 2012

- Michael Roth, „Bankenrettung ist kein Selbstzweck, sondern dient der Realwirtschaft“, Juli 2012

- Initiativantrag PV „Für eine wachstumsfördernde europäische Wirtschafts- und Fiskalpolitik“, 11.6.2012

- Gemeinsames Forderungspapier von Frank-Walter Steinmeier, Renate Künast und Jürgen Trittin, Europa stärken – Weichen für nachhaltiges Wachstum stellen, 1.6.2012

- Positionspapier: Der Weg aus der Krise – Wachstum und Beschäftigung in Europa, 15.5.2012



Info der Woche: Besser und gerechter

Veröffentlich am 15. März 2013

Ideen für ein neues soziales Gleichgewicht


Weiterlesen »

Info der Woche: Das ist nicht Sache des Steuerzahlers

Veröffentlich am 14. Dezember 2012

Rot-Grün: Banken sollen haften


Weiterlesen »

Europa gemeinsam für Global Zero

Veröffentlich am 24. Oktober 2012

Nur wenige Wochen bleiben, bis das Europäische Parlament über den Plan von Global Zero abstimmen wird, eine Welt frei von Atomwaffen anzustreben. Europäische Studierende machen auf den Plan von Global Zero aufmerksam. Als Co-Präsidentin des Parlamentarischen Netzwerks für Nukleare Abrüstung und Nichtverbeitung PNND unterstützt Uta Zapf die Kampagne.

Mehr Infos auf der Kampagnen-Website von Global Zero.

Gelungener Einstieg in den Wahlkampf – Peer Steinbrück spricht überzeugend im Deutschen Bundestag am 18.10.2012 zur EU-Politik von Angela Merkel.


Weiterlesen »

Info der Woche: Wir bitten Zocker zur Kasse!

Veröffentlich am 12. Oktober 2012

Spekulantensteuer auf Druck der SPD


Weiterlesen »

VIDEO

INTERAKTIV

  • Info der Woche vom 17.05.2013: Wir kümmern uns um Deutschland…

    • Bildung, Infrastruktur, Kommunen
      …für Bildung, Infrastruktur, Kommunen
      Die Merkel-Regierung investiert nicht in Deutschlands Zukunft und treibt die Schulden weiter in die Höhe. So bleibt beides auf der Strecke: wirtschaftlicher Erfolg und soziale Gerechtigkeit.
      Weiterlesen »

    Veranstaltung am 12.6.: Käte Hamburger Lecture mit Uta Zapf, Ramesh Thakur und Rolf Nikel

    Syrien-Appell: Freiheit braucht Beistand!

    • Syrien-Appell
      Uta Zapf unterzeichnet Aufruf zur Unterstützung des zivilen Widerstandes in Syrien
      Betroffenheit, Ohnmacht, Tragödie – das sind die Schlagworte der medialen Berichterstattung über Syrien. Eine politische Rettung ist nicht in Sicht. Was können wir tun, wenn wir nicht wegschauen und schweigen wollen?
      Weiterlesen und den Aufruf unterstützen »

    SPD-Regierungsprogramm 2013-2017

    21.5.: Drohnenminister muss sich erklären

    • BOTSCHAFT DES TAGES
      Jung: weg. Zu Guttenberg: weg. Jetzt strauchelt auch Merkels dritter Verteidigungsminister. Denn Thomas de Maizière hat viel Geld versenkt: Weit über eine halbe Milliarde Euro sind schon weg. So viel hat die erste Aufklärungsdrohne "Euro-Hawk" gekostet, die nicht fliegen darf, weil sie mit anderen Flugzeugen zusammenstoßen könnte. Und es könnte noch teurer werden: Denn vier weitere sollen dazu kommen. Und noch mal vier ähnliche "Global-Hawk-Drohnen" als deutscher Beitrag für ein NATO-Aufklärungssystem – ein finanzielles Desaster.
      Weiterlesen »
      Zur Website SPD.de »