Europa


Europas Währung unter Druck – Was bedeutet das für Europa? (Februar 2012)

Die europäische Währung steht weiterhin unter Druck.  Ich unterstütze die Rettungsmaßnahmen, weil ohne sie der Zerfall der Währungsunion droht und dies Europa um Jahrzehnte zurückwerfen würde. Ich möchte nicht, dass die Erfolge der europäischen Einheit Nationalstaaterei und Populismus zum Opfer fallen. Deutschland ist der Gewinner Europas – politisch und wirtschaftlich. Wir haben deshalb nicht nur ein solidarisches sondern auch ein eigenes Interesse an der Stabilität der europäischen Währung. Deshalb halte ich es für unvermeidbar in einen gemeinsamen Haftungsverbund für die Euro-Stabilisierung einzutreten.

Dass aus der Krise des Euro eine Krise Europas wurde, hätte bei schnellem Eingreifen und einer frühzeitigen Positionierung der Bundesregierung vermieden werden können. Auch jetzt sind viele Maßnahmen unzureichend.

So halte ich es für einen Fehler, eindimensional auf die Kürzung von Staatsausgaben zu setzen. IWF-Chefin Christine Legarde hat zu Recht darauf hingewiesen, dass einseitiges und pauschales Sparen in Europa die Rezessionsgefahr verschärft. Was noch immer fehlt, ist eine Wachstumsstrategie, die zur Ergänzung der Rettungsmaßnahmen unvermeidlich ist.

Mindestens so wichtig wie die finanzielle ist für mich die politische Dimension der Krise.

Wir haben es zu lange versäumt, für Europa einzutreten und an den europäischen Mechanismen zu arbeiten. Die historische Bedeutung Europas für den Frieden auf unserem Kontinent muss niemandem mehr erklärt werde. Aber auf die Frage, was Europa für die Zukunft bringt und wie die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden kann, sind spätestens jetzt Antworten zu finden.

Wir brauchen Europa, um die Globalisierung gestalten zu können. Kein Nationalstaat – auch Deutschland nicht – ist stark genug, demokratischen, sozialen und ökologischen Ansprüchen in einer globalisierten Welt alleine Geltung zu verschaffen. Deshalb ist für mich klar, dass es ein Mehr und nicht ein Weniger an Europa geben muss. Wichtig ist hierbei eine Aufwertung der Parlamente. Der neue Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, unterstützt diese Auffassung.

Die Politik darf sich nicht länger zum Handlanger des Kapitals machen, sondern muss sich wieder auf ihre Gestaltungshoheit besinnen und endlich dafür sorgen, dass diejenigen, die für die Krise verantwortlich sind, verantwortlich gemacht werden.

Weiterführende Informationen:

Positionspapier Der Weg aus der Krise – Wachstum und Beschäftigung in Europa, 15.5.2012

Kompaktinfo: Weitere Hilfe für Griechenland: Notwendig, aber nicht ausreichend, 27.2.2012

Antrittsrede von Martin Schulz nach seiner Wahl zum Präsidenten des Europäischen Parlaments, 17.1.2012

SPD Entschließungsantrag EU-Gipfel Dezember 2011, 13.12.2011

DGB Position: 4-Punkte-Programm Europa, Dez.2011

Kompaktinfo: SPD-Finanzmarktpolitik vor und in der Finanzmarktkrise, 28.10.2011

Flugblatt: Euro nachhaltig stärken, Finanzmärkte regulieren, 28.10.2011

Aktuelle Info: Bundestag für stärkeren Euro-Rettungsschirm – “Europa darf nicht an dieser Regierung scheitern”, 26.10.2011

Standpunkt von Frank-Walter Steinmeier: Finanzkrise verlangt nach anderer Politik, 18.10.2011

PV-Leitantrag: Neuer Fortschritt für ein starkes Europa (Kurzfassung), 26.9.2011



Flugblatt: SPD fordert einen Richtungswechsel

Veröffentlich am 16. Mai 2012

Europa braucht einen Pakt für Wachstum und Beschäftigung


Weiterlesen »

Wir fordern einen europäischen Wachstums- und Beschäftigungspakt


Weiterlesen »

Flugblatt: 1. Mai 2012

Veröffentlich am 25. April 2012

Gute Arbeit und gerechte Löhne


Weiterlesen »

EU-Gipfel, 1./2. März 2012

Veröffentlich am 23. März 2012

Anfang März fand ein Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs statt, in dessen Mittelpunkt die Unterzeichnung des sog. “Fiskalpaktes” stand. Unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Axel Schäfer hat hierzu ein kurzes Informations- und Bewertungspapier verfasst, das ich Interessierten zur Lektüre empfehle:

Bewertung EU-Gipfel 1. + 2.3.2012

Wir brauchen ein demokratisches und soziales Europa!


Weiterlesen »

VIDEO

INTERAKTIV

  • Flugblatt vom 16.5.2012: SPD fordert einen Richtungswechsel

    “Zeig dein Bein für Minenopfer” – Internationaler Tag zur Aufklärung über die Minengefahr, 4. April 2012

    • FB
      FB
      Auch Uta Zapf ist dabei und zeigt ihr Bein für Minenopfer anläßlich des Internationalen Tages zur Aufklärung über die Minengefahr am 4. April 2012.
      externe Website »

    Bericht der Global Zero Nato-Russland-Kommission

    Erster Schritt für gesetzliche Quote

    • Gleichberechtigung
      Mit der "Berliner Erklärung" ist eine überparteiliche Initiative an den Start gegangen, deren Ziel es ist, mit einer gesetzlichen Frauenquote von 30 Prozent mehr Geschlechtergerechtigkeit in Leitungspositionen von Unternehmen zu erreichen. In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft sind Frauen noch immer eher die Ausnahme. "Freiwillige Vereinbarungen helfen da nicht weiter", so Uta Zapf.
      Zum Unterzeichnen und für weitere Informationen folgen Sie bitte dem Link auf die
      Website der "Berliner Erklärung".

    Europäische Charta für eine engagierte Sozialdemokratie

    • Europa
      Junge Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen mit einer "Europäischen Charta" die Europäisierung der Parteien und der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) vorantreiben, indem sie gemeinsam für die Verwirklichung einer politischen Union kämpfen, das soziale Europa gestalten und eine europäische Öffentlichkeit ermöglichen.
      Uta Zapf unterstützt diese Initiative und ruft alle Unterstützerinnen und Unterstützer auf, die Charta ebenfalls zu unterzeichnen.
      Hier gelangen Sie direkt zur Charta.